Nachdenkgeschichten:
Was dahinter liegt

Im Verlauf der letzten Jahren ist diese Sammlung von Geschichten entstanden, die teilweise skurril, phantastisch sind, aber auch Alltagsbegebenheiten erzählen. Jeder Geschichte ist zur besseren Anwendung ein Bibelvers und ein Nachdenksatz zugeordnet. Hier merkt man, daß er Verfasser eine bestimmte Absicht mit seinen Geschieden hat: Er will zum eigenen Nachdenken auffordern.

Und das ist ihm auch gelungen. In jeder Geschichte wird in einer überraschenden Wendung deutlich, daß nicht das Vordergründige letztlich das Leben bestimmt, sondern das, was dahinter liegt. Jede Geschichte ist ein Blick hinter die Kulissen, der sich lohnt, wenn auch manchmal der Zeigefinger deutlich sichtbar ist.

Die Geschichten sind in schwierigen Zeiten entstanden, wie Stockmayer in der Einleitung schreibt. Man spürt ihm ab, daß sie teilweise erlitten und erkämpft wurden und ein Stück persönliche Verarbeitung von Konflikten und Krisen darstellen. Wer zwischen den Zeilen zu lesen versteht, wird das herausbekommen können, was den Geschichten als Grundlage und Ausgangspunkt diente. Biographische Informationen und Hinweise auf die Situation und das Umfeld des Verfassers sind in den Geschichten genauso enthalten wie tiefer seelsorgerlicher Trost und starke Ermutigung, nun selbst schwierige Zeiten durchzustehen.

Die Geschichten machen Mut, selber ins Erzählen zu kommen - und das wäre ein schöner Erfolg dieses Buches, wenn man sich in unseren Gemeinden und Kreisen wieder mehr Anteil am eigenen Erleben gäbe, indem man sich Geschichten erzählt. Der letzte Teil des Buches gibt Anregungen dazu.

Ein Buch, das sich für den persönlichen Gebrauch genauso empfiehlt wie als Geschenk bei einem Krankenbesuch oder zur Illustration von Themen und Bibelarbeiten in der Gruppen- und Gemeindearbeit.